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Das f�r die Entwicklung der neuen Kleinkalibermunition zust�ndige Team unter F�hrung von Lidia Bulawskaja entwarf eine Patrone mit den metrischen Ma�en 5,6 x 41 mm und der Bezeichnung 13MZh. Die mit Bulawskajas Team eng zusammenarbeitende R�stungsfabrik Izhmasch baute die entsprechende Waffe. Das Gewehr war nichts anderes als ein auf das Kaliber 5,6 mm umgebautes AKM und kann als der Prototyp des AK-74 betrachtet werden. Interessant ist, dass Konstrukteur Michail Kalaschnikow sich gegen eine neue Patrone �u�erte, da er die Meinung vertrat, das Potential der alten Munition sei nicht v�llig ausgereizt.
Das Ergebnis weiterer Forschungen war schlie�lich die Patrone im Kaliber 5,45 x 39 mm (M74 bzw. 13MZhV) sowie ein neues Sturmgewehr. Obwohl die Entwicklungsarbeiten bereits 1970 abgeschlossen waren, wurde die Waffe erst vier Jahre sp�ter als AK-74 (Indexbezeichnung 6P20) eingef�hrt. Der Grund f�r die versp�tete Einf�hrung war das als Konkurrenzwaffe gedachte Sturmgewehr AL-7, dessen Entwicklung bei Izhmasch parallel zum AK-74 betrieben wurde. Ausscheidungstests zeigten eine Überlegenheit des AL-7 sowie eines Sturmgewehrs des Konstrukteurs Konstantinow gegen�ber dem AK-74. Der Konservatismus des Milit�rs und die Einfachheit der Konstruktion entschieden den Ausgang der Tests jedoch zugunsten des AK-74.
Die Funktion sowohl der Abzugseinrichtung als auch des Verschlusses entspricht g�nzlich dem AKM (siehe AK-47), von dem 53% der Einzelteile �bernommen wurden. Wie der Vorg�nger ist das AK-74 ein Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss mit zwei Verriegelungswarzen. Die Abzugseinrichtung erm�glicht Einzel- und Dauerfeuer mit einer Kadenz vom 600 Schuss pro Minute. Die schon beim AK-47 kritisierte Sicherung ist ein Hebel auf der rechten Seite des Geh�uses und kann nicht, wie bei modernen Sturmgewehren �blich, mit dem Daumen bedient werden.
Neu ist die Zwei-Kammer-M�ndungsvorrichtung, die sowohl M�ndungsbremse als auch Kompensator und M�ndungsfeuerd�mpfer in einem ist. Nebeneffekt ist ein etwas schw�cherer M�ndungsknall, da die auftretende Druckwelle zu beiden Seiten des Sch�tzen abgeleitet wird. Weitere Modifikationen wurden am Abzug, der Visiereinrichtung und Gaskammer vorgenommen. Schulterst�tze und Handschutz wurden aus Holz, sp�ter aus schwarzem Plastik gefertigt. Das Magazin bestand aus orangefarbenen, sp�ter auch aus schwarzen Plastik. Die Schulterst�tze besitzt links und rechts je eine l�ngliche Einbuchtung, deren Zweck die optische Unterscheidung vom AKM sowie eine minimale Gewichtsersparnis sind. Das Magazin fasst 30 Schuss und kann mit 15 Patronen fassenden Ladestreifen gef�llt werden. Eine Vorrichtung, mit der man zwei Magazine miteinander verbinden k�nnte, wurde, obwohl entwickelt, nicht eingef�hrt. In Afghanistan benutzten Soldaten f�r diesen Zweck Klebeband.
F�r den Nahkampf kann das AK-74 mit dem alten sowie einem neu entworfenem Seitengewehr, f�lschlicherweise auch als Bajonett bezeichnet, ausgestattet werden. Um die Kampfkraft des Soldaten zu erh�hen, lassen sich 40 mm-Granatwerfer vom Typ GP-25 und GP-30 unter dem Lauf anbringen.
Das AK-74 verschie�t Hartkern- und Leuchtspurmunition im Kaliber 5,45 mm (Indexbezeichnung 7N6 bzw. 7T3). Deren im Vergleich zur 7,62-mm-Munition schw�cherer R�cksto�impuls und die stark r�cksto�d�mpfende M�ndungsbremse sorgen bei "Dauerfeuer" f�r eine bessere Kontrollierbarkeit der Waffe. Das leichte Geschoss entwickelt im Zusammenspiel mit dem l�ngeren Lauf eine h�here M�ndungsgeschwindigkeit; gleichzeitig sorgt die gestreckte Flugbahn f�r eine etwa 100 m gr��ere effektive Reichweite..
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